Skype von Microsoft aufgekauft

  • Windows 7

Achtung: Diese Seite ist nur noch Teil eines Archivs und wird in Zukunft entfernt.

Nachdem es sich in Form vieler Gerüchte ankündigte, ist es nun passiert: Microsoft übernimmt den VoIP (Voice over IP)-Anbieter Skype für den stolzen Preis von 8,5 Milliarden US-Dollar. Dies gab die Microsoft Corporation gestern in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt. Zuvor hatten auch Google und Facebook Interesse an Skype bekundet.

Von der bisher teuersten Übernahme in der Firmengeschichte von Mircosoft verspricht sich der Konzern mehr Einfluss auf dem Markt der Internettelefonie und des mobilen Internets. Dort dominieren aktuell eher die Angebote der Konkurrenten Google und Apple. Microsoft bestätigte bereits, dass man Skype zukünftig in das mobile Betriebssystem Windows Phone 7 integrieren sowie auch auf der XBox anbieten wolle. Ob Microsoft ebenfalls eine Integration in Windows oder Facebook, dem größten sozialen Netzwerk, an dem auch Microsoft Anteile hält, plant, ließ Konzernchef Steve Ballmer bei einer Pressekonferenz zur Übernahme in San Francisco offen.

Ebenso unklar ist, ob Gespräche zwischen Skype-Benutzern über das Internet kostenlos bleiben werden oder ob Microsoft dafür zukünftig eine Gebühr verlangen wird. Damit sich der Kauf refinanziert, bliebe dem Konzern ansonsten noch die unschöne Alternative, wesentlich mehr Werbung in die Software einzubauen.

Bis zum gestrigen Tage gehörte Skype der US-amerikanischen Investment-Firma Silver Lake, welche unter anderem auch Avaya ihr Eigen nennt und Skype Ende 2009 von eBay abkaufte. Der große Unterschied zwischen der damals bezahlten Summe von 1,9 Milliarden Dollar und den 8,5 Milliarden Dollar, für die Skype gestern den Besitzer wechselte, zeigt, wie Skype in anderthalb Jahren gewachsen ist.
Über den Autor
Keine Angabe

77 mal gelesen

Kommentare 0

Es wurden keine Einträge gefunden.